Werksschließung am Niederrhein

Prinzenrolle zieht nach Kahla

Bis Ende 2020 wird die gesamte Fertigung der Prinzenrolle-Doppelkekse von Kempen am Niederrhein nach Kahla in Thüringen umziehen.

POLCH Das rheinland-pfälzische Familienunternehmen Griesson-de-Beukelaer investiert in Thüringen. Bis 2020 soll die Fertigung der Prinzenrolle vom niederrheinischen Kempen ins größte Produktionswerk nach Kahla verlagert werden. In der Kleinstadt nahe Jena ist im Februar bereits der erste Spatenstich für eine neue Produktionsanlage erfolgt, in die das Unternehmen rund 100 Millionen Euro investiert. „Wir wissen, dass dieser Schritt eine Zäsur für Kempen bedeutet“, erklärte Griesson-Gesellschafter Andreas Land. Grund für die Verlagerung sei die notwendige Umstellung auf flexiblere und effizientere Produktionslinien sowie in weitere Logistikkapazitäten. Die Modernisierung sei aufgrund baulicher und technischer Einschränkungen in Kempen nicht nachhaltig wirtschaftlich realisierbar gewesen. Von der Schließung sind in Kempen 270 Mitarbeiter betroffen. Ihnen wird eine Weiterbeschäftigung in Kahla und an den anderen Standorte des Unternehmens in Polch und im sächsischen Wurzen angeboten. Griesson-de-Beukelaer produziert seit mehr als 60 Jahren in Kempen. Zuletzt wurden hier rund 35 Millionen Prinzenrollen im Jahr gefertigt. Griesson-De Beukelaer ist einer der führenden Hersteller von Süß- und Salzgebäck in Europa. Im vergangenen Jahr sind die Umsätze des Familienunternehmens allerdings um 2,5 Prozent auf rund 501 Millionen Euro gesunken.