ebm-papst hat Asean-Staaten im Blick

ebm-papst, Weltmarktführer bei Ventilatoren und Motoren, investiert 30 Millionen Euro in den Bau eines neuen Werks in China. Ab Sommer 2019 soll am Standort Xi'an auf 27.000 Quadratmetern für den asiatischen Markt produziert werden. Ende Juli startete das Familienunternehmen die Bauphase.

MULFINGEN/SHANGHAI Die Nachfrage nach ebm-Produkten nehme auf dem asiatischen Markt stetig zu, so dass man neben dem Werk in Shanghai weitere Fertigungskapazitäten benötige, sagte Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe, am Rande der Zeremonie zum Spatenstich. „Mit dem Neubau setzen wir einen weiteren Schritt unserer Internationalisierungsstrategie „Struktur 2020“ und der damit verbundenen weiteren Lokalisierung in Asien um“, berichtete Brandl. Die Entscheidung für den neuen Standort nahe der zentralchinesischen Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt Xi'an, Hauptstadt der Provinz Shaanxi, begründet das Unternehmen mit einer hohen Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften sowie einer hervorragenden verkehrstechnischen und logistischen Anbindung.

„Neben China haben wir auch die aufstrebenden Märkte im Visier, die zukünftig von unserem neuen Standort aus mit Produkten versorgt werden sollen“, erläuterte Thomas Nürnberger, Geschäftsführer von ebm-papst China, die Strategie des Familienunternehmens. „Hierzu gehören vor allem die Asean-Staaten mit Ländern wie Indonesien, den Philippinen oder Thailand, die an der Schwelle vom Entwicklungsland zum Industriestaat stehen“, so Nürnberger weiter.

ebm-papst ist seit 1996 in China vertreten und beschäftigt derzeit rund 1.800 Mitarbeiter vor Ort. Die Zentrale, die auch das Entwicklungszentrum für Produkte des asiatischen Marktes beherbergt, ist in der Freihandelszone Waigaoqiao (Shanghai) angesiedelt, das Produktionswerk in Nanhui (Shanghai). Zwei weitere Standorte befinden sich in Hongkong und Qingdao.