Autozulieferer vereinbart strategische Kooperation

Webasto baut Batterien für China

STOCKDORF Das oberbayerische Familienunternehmen Webasto hat einen umfassenden Kooperationsvertrag mit dem chinesischen Batteriehersteller Wanxiang A123 aus Hangzhou abgeschlossen. Damit verstärkt der deutsche Autozulieferer seine Bemühungen die Elektromobilität zum vierten Standbein zu machen. Im Vorjahr erwirtschaftete Webasto 75 Prozent des Umsatzes von 3,51 Milliarden Euro im Geschäftsbereich Sunroofs & Components, neun Prozent im Geschäftsbereich Convertibles und 16 Prozent mit Sitz- und Standheizungen. Ein erstes gemeinsames Projekt ist die Entwicklung und Produktion eines Batteriemoduls, das für den chinesischen Markt in das Webasto Standard-Batteriesystem für Nutzfahrzeuge integriert wird. Die Batteriemodule von Wanxiang A123 enthalten hochqualitative NCM-Batteriezellen. Sie ermöglichen eine optimale Raumnutzung, weisen eine hohe Energiedichte auf und garantieren maximale Sicherheit. Webasto nutzt seine Kompetenz im Thermomanagement und der Systemintegration, um mit diesen Zellen ein Batteriesystem mit herausragender Leistung und höchster Zuverlässigkeit anzubieten. „Der Aufbau der Batteriefertigung in China ist für uns ein bedeutender Schritt um einer der führenden globalen Systempartner im Batteriegeschäft zu werden”, so Freddy Geeraerds, der im Vorstand der Webasto SE das Geschäft auf dem asiatischen Markt verantwortet. Bereits im März hatte Webasto eine Vereinbarung mit Samsung SDI über die Entwicklung und Fertigung eines optimierten Nutzfahrzeug-Batteriemoduls für den europäischen Markt geschlossen.