Aldi verabschiedet Verpackungsstrategie

Verpackungen vermeiden, Materialeinsatz reduzieren, auf Mehrweg setzen und auf Einwegplastik verzichten – dies sind die Kernpunkte einer umfassenden Nachhaltigsstrategie, die die Diskounter-Riesen Aldi Nord und Aldi Süd Ende August vorgestellt haben. Gerade Obst und Gemüse-Verpackungen stehen im Fokus.

ESSEN/MÜLHEIM A. D. RUHR Aldi Nord und Aldi Süd wollen bis zum Jahr 2025 den Materialeinsatz bei Eigenmarken-Verpackungen um 30 Prozent reduzieren. „Um unsere anspruchsvolle Planung umsetzen zu können, bewerten wir gemeinsam mit unseren Partnern alle Verpackungen und prüfen systematisch, inwiefern sie sich nachhaltiger gestalten oder einsparen lassen“, erklärte Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility bei Aldi Nord, bei der Präsentation der umfassenden Verpackungsstrategie am 29. August.

Großes Potenzial sehen die Verantwortlichen im Bereich Obst und Gemüse. Die Diskounter planen die Verpackungsmenge in diesem Bereich – unter Berücksichtigung der Produktqualität und der Lebensmittelverluste, so die Einschränkung – größtmöglich zu reduzieren. Gleichzeitig soll das Angebot an unverpackten Produkten stetig erweitert werden. Bereits im vergangenen Jahr, so berichten es die Familienunternehmen, konnte durch den Einsatz von wiederverwendbaren Transportkisten auf mehr als 120 Millionen Einweg-Pappkartons verzichtet werden, was einer Einsparung von etwa 50.000 Tonnen Treibhausgas-Emissionen entsprechen soll.

Wo sich Verpackungen nicht vermeiden lassen, achten die Unternehmen künftig stärker auf deren Recyclingfähigkeit. So wurde angekündigt, dass sämtliche Verpackungen bis zum Jahr 2022 wiederverwerdbar sein werden. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.verpackungsmission.aldi.de.