Unsicherheit durch Handelskonflikte

Claas wächst weiter

HARSEWINKEL Der Landtechnikspezialist Claas hat beim Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 3,889 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert erreicht. Die Einnahmen stiegen um 3,4 Prozent. Der weltweite Markt für Landtechnik sei stabil, so Hermann Lohbeck, Sprecher der Claas-Konzernleitung. Vor diesem Hintergrund habe Claas den Umsatz in Kernländern wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien spürbar verbessern können. In Osteuropa wurde projektbedingt ein leicht niedrigerer Umsatz erzielt. In den außereuropäischen Ländern ergab sich ein uneinheitliches Bild: Während die nordamerikanischen Umsätze in Lokalwährung stiegen, registrierte China aufgrund von Marktunsicherheiten einen Rückgang.

Für Forschung und Entwicklung hat das westfälische Familienunternehmen zuletzt 233 Millionen Euro ausgegeben. Auch die Sachinvestitionen sind spürbar angestiegen. Im belgischen Werk in Le Mans wurde etwa die Hauptmontagelinie modernisiert und in Hamm entsteht an der A2 ein zusätzliches Hochregallager. Im Stammwerk in Harsewinkel konnte das neue Test- und Prüfzentrum für Maschinenkomponenten fertigstellt werden und in Großbritannien und Frankreich wurden neue Vertriebszentralen eingerichtet. Die weltweite Mitarbeiterzahl stieg bis zum 30. September 2018 leicht auf 11.132. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet Claas trotz regionaler Unsicherheiten mit einer stabilen Entwicklung auf den globalen Landtechnikmärkten. Zu den Treibern zähle weiter die steigende Nachfrage nach professioneller Landtechnik. Generelle Risiken lägen insbesondere in den weltweiten Handelskonflikten.