Schwäbisches Familienunternehmen meldet Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunktur.

Neue Geschäftsmodelle für Trumpf

Trumpf-Konzern hat die Einnahmen im Geschäftsjahr 2017/2018 um 15 Prozent steigern können.

DITZINGEN Der Umsatz des schwäbischen Hightech-Konzerns Trumpf ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 um rund 15 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gestiegen. Allerdings mehrten sich die Anzeichen, dass die lange Phase des Aufschwungs bald vorüber sein könnte, sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller bei der Vorstellung der vorläufigen Zahlen. Zur Jahresmitte 2018 beschäftigt das Familienunternehmen 13500 Mitarbeiter, 6700 davon in Deutschland. Der zusätzliche Umsatz stammt auch aus neuen Geschäftsfeldern. Trumpf hat zuletzt das bereits vor Jahren entwickelte, zunächst aber nicht erfolgreiche Prinzip des 3D-Drucks im industriellen Maßstab, erfolgreich vermarkten können. Für diesen Bereich erwartet Trumpf mittelfristig Umsätze in dreistelliger Millionengröße. Ähnlich sind die Planungen für die Zulieferung an die Ausrüster von Chipfabriken. Nachdem alle großen Chiphersteller nun Super-Chips mit hochfeinen Strukturen unter Einsatz von EUV-Strahlen für ausgereift halten, ist das Geschäft auch für Trumpf als Partner des Technologie-Konsortiums mit Zeiss und ASML entsprechend angelaufen. Der Weltmarkt- und Technologieführer bei Werkzeugmaschinen und Lasern für die industrielle Fertigung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter in die digitale Vernetzung und in die bauliche Erweiterung investiert. Am Stammsitz in Ditzingen entstanden ein Produktionsgebäude mit Reinräumen. An den Standorten in Teningen und Schramberg wurde ebenfalls in Produktionsgebäude investiert. In China entstand der größte Produktionsstandort der TRUMPF Gruppe.