Vertrag unterzeichnet

Kathrein bleibt auf Restrukturierungskurs

Im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung hat der Antennenhersteller seine Automotive-Sparte an das Technologieunternehmen Continental verkauft.

ROSENHEIM Der angeschlagene Antennenhersteller Kathrein SE trennt sich von seiner Automotive Sparte. Continental übernimmt das Geschäft mit Sende- und Empfangssystemen für Fahrzeuge. Die Kathrein Tochter mit Sitz in Hildesheim wird nach kartellrechtlicher Prüfung voraussichtlich im ersten Quartal 2019 mit insgesamt 1.000 Mitarbeitern und acht Standorten in Brasilien, China, Deutschland, Portugal, Mexiko und den USA in die Verantwortung des börsennotierten Autozulieferer aus Hannover wechseln. Mit dem Kaufpreis, über den beiderseitiges Stillschweigen vereinbart worden ist, kann das Familienunternehmen aus Rosenheim seine Neustrukturierung weiter vorantreiben. Mit dem Verkauf folge man der Strategie, sich im Zuge der Restrukturierung auf seine Kernkompetenzen in der Hochfrequenz-Technik im Mobilfunkbereich zu konzentrieren, meldet das Unternehmen. „Diese Transaktion ist ein weiterer konsequenter Schritt, um unsere strategischen Ziele zur Neuausrichtung der Kathrein-Gruppe zu erreichen“, sagte Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe. Im Frühjahr hatte Kathrein bereits den Elektronikfertiger Katek an die Primepulse SE verkauft. Katek erwirtschaftete zuletzt mit 830 Mitarbeitern an den Standorten Grassau und Gyo?r (Ungarn) rund 150 Millionen Euro Umsatz.