Erstnotierung in Frankfurt

Knorr-Bremse an der Börse

Der Weltmarktführer bei Bremsen für Nutzfahrzeuge und Züge wird zum Start mit knapp 13 Milliarden Euro bewertet und gilt als heißer Kandidat für den deutschen Nebenwerteindex MDax.

MÜNCHEN Mit dem Läuten der Börsenglocke hat Heinz Hermann Thiele ein neues Kapitel in der Geschichte des traditionsreichen Münchner Bremsenspezialisten Knorr eingeleitet. Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats und seine Tochter nehmen mit dem Börsengang, bei dem 30 Prozent der Anteile verkauft wurden, 3,9 Milliarden Euro ein. 70 Prozent der Aktien verbleiben im Besitz Thieles und seiner Familienholding. „Als Mehrheitsaktionär werde ich weiterhin Kontinuität und Stabilität gewährleisten", versprach der Unternehmer zum Börsendebüt. Der Ausgabepreis für die Knorr-Aktie war auf 80 Euro festgelegt. Der Börsengang von Knorr-Bremse war bislang der zweitgrößte des Jahres nur knapp hinter dem der Siemens-Tochter Healthineers. Insgesamt ist Knorr-Bremse der sechstgrößte Börsengang, der jemals in Deutschland über die Bühne gegangen ist. Knorr-Bremse beschäftigt weltweit 29.000 Menschen und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro.