Überraschung an der Waterkant

Hamburger docken in Bremen an

Wie Ende September bekannt wurde, übernimmt die Bremer Lürssen Werft den Hamburger Konkurrenten Blohm+Voss. Das Kartellamt muss der Übernahme allerdings noch zustimmen.

BREMEN Das Familienunternehmen Lürssen hatte bereits vor fünf Jahren den Kauf des traditionsreichen Hamburger Schiffbauers ins Auge gefasst, war aber unter anderem an der ablehnenden Haltung der Betriebsräte gescheitert. Stattdessen stieg der britische Finanzinvestor Star Capital ein. Peter Lürßen, geschäftsführenden Gesellschafter der Lürssen Werft, bekräftigte in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt, dass sein Familienunternehmen davon überzeugt sei, mit Blohm+Voss das Leistungsspektrum von Reparatur- und Refit-Aktivitäten für Yachten, Marine- und kommerzielle Schiffe verstärken sowie das Neubaugeschäft von Marineschiffen innerhalb der Unternehmensgruppe Lürssen abrunden zu können. Lürssen ist an sechs Werft-Standorten in den fünf deutschen Küstenländern vertreten und vor allem für den Bau von Luxus-Yachten bekannt. So haben die Hanseaten auch die momentan längste Yacht der Welt hergestellt, die 180 Meter lange „Azzam“.