Die Westfalen AG aus Münster hat einen neuen Chef.

Ende einer Ära

Seit September führt mit Thomas Perkmann erstmals ein externer Manager die Westfalen AG. Sein Vorgänger Wolfgang Fritsch-Albert wechselt an die Spitze des Aufsichtsrats.

MÜNSTER Der Südtiroler Thomas Perkmann ist künftig Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Westfalen AG. Damit endet nach mehr als 40 Jahren die Ära Wolfgang Fritsch-Albert. Der bisherige Chef und Hauptgesellschafter wird als Aufsichtsratsvorsitzender die Entwicklung seines Familienunternehmens weiter begleiten. Mit Perkmann verantwortet ein Nicht-Familienmitglied die Strategie des 1923 gegründeten Konzerns, der sein Geld mit technischen Gasen, Flüssiggas und einem Tankstellennetz verdient. Eigentlich wurde der Sohn von Wolfgang und Renate Fritsch-Albert auf den Spitzenposten vorbereitet, doch Alexander Fritsch-Albert starb im Oktober 2017 mit nur 39 Jahren. Das Ehepaar Fritsch-Albert musste daraufhin die Nachfolgefrage neu regeln. Thomas Perkmann ist ein promovierter Betriebswirt und arbeitete zuletzt im Vorstand des LKW-Kranherstellers Palfinger aus Salzburg. „Herr Dr. Perkmann sieht die Arbeit für ein Familienunternehmen als Lebensaufgabe. Er teilt unsere Werte und bringt alles mit, um die Westfalen AG in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagte Wolfgang Fritsch-Albert bei der symbolischen Staffelübergabe. Die Westfalen AG hat dank steigender Rohölpreise und einem damit verbundenen Rekordergebnis an den Tankstellen sowie der hohen Nachfrage im Kältemittelmarkt seinen Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen liegt mit 30 Millionen Euro sogar um 20,7 Prozent höher als im Vorjahr.