Premiere für neuen Forscherpreis

Merck verleiht Curious Mind Award

Zwei Wissenschaftler wurden Ende Oktober am Hauptsitz der Merck KGaA für ihre Forschungen ausgezeichnet. Ort der Verleihung war das geodätische Festzelt M-Sphere, das der Konzern anlässlich seines 350. Geburtstages in diesem Jahr aufgebaut hatte.

DARMSTADT Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat einen neuen Wissenschaftspreis gestiftet. Gemeinsam mit dem Manager Magazin hat das Familienunternehmen den Curious Mind Award Ende Oktober im Rahmen der Veranstaltung „Hall of Fame der deutschen Forschung“ verliehen, in die in diesem Jahr Franz-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, berufen wurde. Premieren Preisträger sind die Medizinerin Barbara Grüner, die als Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe am Westdeutschen Tumorzentrum in Essen neue Screening-Verfahren für Wirkstoffkombinationen in der Krebstherapie entwickelt hat und der Informatiker Sascha Fahl, der als Professor für Usable Security and Privacy an der Ruhr-Universität in Bochum erforscht, wie der Faktor Mensch auf die Themen Datenschutz und IT-Sicherheit einwirkt. Die Auszeichnungen in den Kategorien Life Science sowie IT und Robotik sind jeweils mit 7.500 Euro dotiert. Mit dem Curious Mind Forscherpreis werden künftig deutsche Forscherinnen und Forscher unter 40 ausgezeichnet, deren Arbeiten sich durch Originalität und Exzellenz auszeichnet, und die durch ihre Innovationskraft schon jetzt Impulse für die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland erkennen lassen. Merck hat im vergangenen Jahr mit 53.000 Mitarbeitern unter anderem mit biopharmazeutischen Behandlungstherapien gegen Krebs und Multipler Sklerose sowie Flüssigkristallen für Smartphones und LCD-Fernseher in 66 Ländern 15,3 Milliarden Euro Umsatz gemacht.