Neu in 2018: Die minimalistische Junghans max bill in Sandgold

Firmenretter zufrieden

Hans Jochem Steim bleibt auf Kurs. Auch im neunten Jahr der Übernahme des damals in der Insolvenz steckenden Uhrenherstellers Junghans schreibt das traditionsreiche Unternehmen aus dem Schwarzwald schwarze Zahlen.

SCHRAMBERG Die Uhrenfabrik Junghans GmbH & Co. KG setzte 2017 mit aktuell 115 Mitarbeitern 23,2 Millionen Euro um. Den Umsatzrückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zu 2016 begründet man mit dem strategischen Distributionsrückzug aus Warenhäusern. Zwei Drittel des Umsatzes wurden im Vorjahr auf dem deutschen Heimatmarkt erzielt. Um die Internationalisierung voranzubringen, schlossen die Schramberger eine neue strategische Partnerschaft für den wichtigen US-Markt. Am Stammwerk laufen zudem die Sanierungsmaßnahmen im neunstöckigen, denkmalgeschützten Terrassenbau, der das Wahrzeichen der Uhrenfabrik ist. In dem architektonischen Meisterwerk soll im Sommer 2018 ein einmaliges Museum über die Geschichte des Unternehmens Junghans eröffnen. Weitere Ausstellungsschwerpunkte bilden Schwarzwalduhren sowie Uhren mit Musikspieleinrichtungen und Musikautomaten.

Die Uhrenfabrik Junghans wurde 1861 gegründet. Nach 140 erfolgreichen Jahren als eine der bekanntesten und innovativsten Uhrenmarken der Welt geriet man in den 2000er Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Der Niedergang führte in den Bankrott. 2009 übernahmen Dr. Hans-Jochem und Hannes Steim die Verantwortung. Den Steims gehört in Schramberg auch die internationale Kern-Liebers Firmengruppe. Das Familienunternehmen war 1888 als Zugfedern-Zulieferer für Junghans und andere Uhrenhersteller gegründet worden.