Höffner übernimmt Möbelhauskette Finke

Das Möbel-Unternehmen Höffner expandiert weiter. Die Schönfelder haben sich auf eine brancheninterne Übernahme geeinigt. Ein Sachverhalt könnte dem nahenden Geschäft allerdings noch zum Verhängnis werden.

PADERBORN Der Berliner Möbelmilliardär Kurt Krieger und seine Handelskette Höffner expandieren weiter. Höffner schluckt Finke - das Möbelhaus aus Schönefeld bei Berlin wird das ostwestfälische Familienunternehmen übernehmen, wie beide Häuser übereinstimmend mitteilten. Schon 2011 war über eine Übernahme spekuliert worden. Nun muss die zuständige Kartellbehörde den Deal freigeben. Über das Geschäft setzte der Paderborner Unternehmenschef Wilfried Finke (67) am letzten Freitag in einer Betriebsversammlung in Kenntnis. Der Verkauf von Finke hatte sich seit Wochenbeginn angebahnt, weil der Inhaber in Interviews andeutete, dass eine Nachfolgeregelung innerhalb der Familie unwahrscheinlich sei. Schon seit einiger Zeit pflegten Finke und die Berliner Krieger Gruppe, zu der Höffner gehört, eine Einkaufspartnerschaft.

Die Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG beschäftigt 6000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Das Kernsortiment umfasst 100.000 Produkte. Mit den 19 Einrichtungszentren, die aus sechs Zentrallagern beliefert werden, zählt Höffner zu einem der Big Player der Branche in der Deutschland.