Handtmann fertigt Großserien für E-Mobilität

Die Leichtmetallguss-Sparte des familiengeführten Automobilzulieferers Handtmann erweitert sein Werk im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz. Hintergrund ist der Großauftrag eines internationalen Automobilkonzerns.

ANNABERG-BUCHHOLZ Ab dem Jahr 2020 wird die Handtmann Unternehmensgruppe in Sachsen zwei Millionen Batteriequerträger pro Jahr produzieren. Die Laufzeit des Auftrags zwischen der Leichtmetallguss-Sparte des baden-württembergischen Familienunternehmens und dem bislang nicht näher bezeichneten Automobilbauer beträgt acht Jahre. Die Vereinbarung stellt für Handtmann den Einstieg in die Großserienherstellung für Bauteile der Elektromobilität dar.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Auftrag erhalten haben und uns gegen die internationalen Wettbewerber durchsetzen konnten. Handtmann liefert eine hohe Qualität. Trotzdem müssen wir immer darauf achten, dass unsere Produktionskosten und damit unsere Preise im weltweiten Vergleich mithalten können“, äußerte sich Dr. Michael Hagemann, Geschäftsführer Leichtmetallguss bei Handtmann zu den Rahmenbedingungen des Deals.  

Produziert wird im Werk in Annaberg-Buchholz, zu dem auch ein Standort für mechanische Bearbeitung im 20 Kilometer entfernten Königswalde gehört. Dafür errichtet das Unternehmen neue Gebäude auf dem bestehenden Werksgelände. Derzeit laufen die vorbereiteten Arbeiten an. Baubeginn für die 3.250 Quadratmeter umfassende Produktions- und Bearbeitungsflächen ist im Frühjahr 2019. Batteriequerträger, rein mechanische Bauteile, werden benötigt, um Batterien und ihre Gehäuse zu schützen, da sie durch die Fahrdynamik einer hohen Belastung ausgesetzt sind.