Neuer GESCO-Chef stellt sich vor

Es war ein Kennenlernen unter besten Voraussetzungen. Im Rahmen der Hauptversammlung der im Prime Standard notierten GESCO AG, stellte sich Ende August Ralph Rumberg als neuer CEO des auf die Akquisition und Weiterführung von Familienunternehmen ohne geregelte Nachfolge spezialisierten Beteiligungsgesellschaft vor.

WUPPERTAL Im laufenden Geschäftsjahr 2018/2019 soll sich der GESCO-Konzernumsatz von 550 auf 560 Millionen Euro erhöhen. Eine Prognose, die durch ein erfolgreiches erstes Quartal und einem außergewöhnlich kräftigen Auftragseingang im zweiten Quartal gestützt wird. So konnte eine kräftige Dividendenerhöhung um 71,4 Prozent von 0,35 EUR auf 0,60 EUR beschlossen werden. „Insgesamt bin ich überzeugt, dass die GESCO-Gruppe sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft hat“, betonte Rumberg. „Wir haben eine starke Substanz, auf der wir aufbauen können, und wir haben gute, erfahrene Teams. Schwerpunkte der Weiterentwicklung sehe ich bei den Themen Marktposition und Produktentwicklungen in den Tochtergesellschaften sowie Operative Exzellenz auf allen Ebenen.“

Rumberg kommt von der AVICEM KOKI GmbH & Co. KG mit Sitz im sächsischen Niederwürschnitz, einem international führenden Entwicklungspartner und Hersteller von Schaltsystemen für Getriebe mit Tochterunternehmen in China und Indien, den er seit 2014 führte. Seine berufliche Laufbahn begann der 48jährige als Teammanager und Fahrzeugleiter bei BMW Motorsport sowie AMG Mercedes-Benz und war von 1999 bis 2013 in der Industrie bei Bosch Rexroth in verschiedenen Unternehmen tätig.

Sommer & Strassburger erweitert GESCO-Portfolio

Der Spezialist zur Übernahme von Familienunternehmen nutze seine Hauptversammlung auch für die Vorstellung der neuen Gruppentochter Sommer & Strassburger GmbH & Co. KG, die zwei Tage zuvor bekannt gemacht wurde. „Sie wird uns im Segment Produktionsprozess-Technologie zu einer stärkeren Position verhelfen“, ist Ralph Rumberg überzeugt. Das 1973 gegründete Unternehmen konstruiert und produziert Prozessanlagen insbesondere für die Branchen Pharma, Lebensmittel, Wassertechnik und Chemie. Als High-End-Edelstahlverarbeiter hat sich Sommer & Strassburger mit den Eigenmarken AseptraLine, FiltraLine und MembraLine für Prozessbehälter, Filter- und Membrangehäuse in den relevanten Abnehmerbranchen als technologisch führender Anbieter positioniert.

Im Rahmen der Fachmesse ACHEMA stellte das Unternehmen im Juni zudem mit der Produktlinie ResiLine ein neuartiges korrosionsbeständiges Membrangehäuse aus polymerbeschichtetem Edelstahl für die Durchleitung beispielsweise von Stoffen mit hohem Salz- oder Chlorgehalt vor. „Sommer & Strassburger hat sich in den letzten 20 Jahren konsequent vom Auftragsfertiger zum fokussierten Anbieter mit eigenem Produktprogramm entwickelt. Das Unternehmen bedient mit hochqualitativer Technologie anspruchsvolle Kunden in attraktiven Märkten“, fasste der CEO die Gründe für die Akquisition der 18. GESCO-Tochter zusammen.

Die GESCO AG übernimmt 100 Prozent der Anteile, der bisherige Chef Michael Hilpp bleibt weiterhin als Geschäftsführer im Unternehmen tätig. Mit rund 125 Beschäftigten erwirtschaftet Sommer & Strassburger einen Umsatz von knapp 20 Mio. EUR. Innerhalb der GESCO-Gruppe wird das Unternehmen dem Segment Produktionsprozess-Technologie zugeordnet. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.