Trumpf erweitert Portfolio um Laserdioden

DITZINGEN Der familiengeführte Werkzeugmaschinenbauer Trumpf treibt seinen Umbau zum Hochtechnologieunternehmen weiter voran. Hierfür übernehmen die Schwaben nun die bislang zum niederländischen Philips-Konzern gehörende Photonics GmbH mit Hauptsitz in Ulm zu 100 Prozent. Es ist die größte Akquisition seit der Übernahme des chinesischen Werkzeugmaschinenherstellers JFY im Jahr 2013. Brancheninsider schätzen die Kaufsumme auf 100 bis 150 Millionen Euro. „Durch diese Akquisition wollen wir neue Produktfelder erschließen und unser bestehendes Portfolio an einer strategisch bedeutsamen Stelle erweitern", fasst Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller die Hintergründe zusammen.

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 ist das zugekaufte Unternehmen stark gewachsen. Über eine halbe Milliarde Mobiltelefone weltweit sind mit Laserdioden-Technologie von Philips Photonics ausgestattet. Sie werden auch in der digitalen Datenübertragung sowie in Sensoren für das autonome Fahren eingesetzt. Die Photonics GmbH beschäftigt rund 280 Mitarbeiter. Seinen Haupt- und Produktionssitz hat das Unternehmen in Ulm. Weitere Standorte befinden sich in Aachen und dem niederländischen Eindhoven. Vertriebsbüros unterhält man in den chinesischen Metropolen Shenzen, Shanghai und Qingdao. Bislang war das Top-Familienunternehmen Trumpf bereits im Markt für Hochleistungsdiodenlasern vertreten.